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Weinfest auf dem Montmartre

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Paris zählt mehr Besucher, als irgendeine andere Stadt der Welt. Einige von ihnen drehen sogar durch, wenn sie das erste Mal in Paris sind – wusstest Du, dass es ein Paris Syndrom gibt? Das ist eine echte Krankheit, die schon so manchen, meist asiatischen, Touristen in dieser eigentlich wunderschönen, aber manchmal auch ganz unromantischen Stadt, überfallen hat.

Sacre Coeur Montmartre

Auch am Montmartre ist es fast immer entsprechend voll. Ruhige Ecken gibt es nur noch wenige. Dennoch hat das Viertel es irgendwie geschafft, seinen ganz eigenen Charme zu bewahren.

Montmartre ist das berühmteste “Künstlerviertel” der ganzen Welt. In früheren Jahrhunderten musste jeder Maler, der es zu etwas bringen wollte, wenigstens eine Zeit lang hier herkommen. Montmartre war das intellektuelle Zentrum der Bourgeois, der Künstler, der Dichter und Denker.

Heute sind die Zeiten, in denen Toulouse Lautrec, Van Gogh, Picasso, Dali, Renoir und Degas ihre Staffelei hier aufstellten, längst vorbei. Auf der Place du Tertre bieten noch ein paar Maler ihre Bilder den Touristenscharen an. Die “großen” Künstler sind aber schon lange in andere Quartiers abgewandert. Trotzdem ist Montmartre immer noch Montmartre. Auf dem kleinen Hügel, mitten in Paris, hat man das Gefühl, eigentlich in einem kleinen Dorf zu sein, irgendwo auf dem Land. Enge, kurvige Gassen, Kopfsteinpflaster, bröckelnder Putz an den Fassaden alter Häuser und zwischendrin sogar hier und da ein wenig Grün.

Strassenecke Restaurant Montmartre Paris

Meine Freundin Elke und ich bummeln durch die herbstlichen Gassen des Viertels. Begleitet werden wir von Eva, die seit 30 Jahren in Paris lebt und hier als Reiseführerin arbeitet. Sie zeigt uns alte Gebäude, in denen weltberühmte, aber damals eben noch arme und unbekannte Maler wie Monet, Degas oder Renoir zuhause waren. Wir besuchen den Garten einer versteckt liegenden, alten Kirche und entdecken kleine Parks und Grünflächen. In der Rue Lepic kaufen wir mit Eva zusammen knusprige Croissants bei ihrem Lieblingsbäcker. Sie verrät uns auch, wo wir frische Austern essen können, wo es leckeren Wein gibt und wo wir noch hausgebackene Kuchen finden können.

In der Rue Lepic 15 liegt auch das berühmte “Café des deux moulins”, in dem viele Szenen für den Film “Die fabelhafte Welt der Amélie” gedreht wurden. Da wir nach dem Bummel durch das hügelige Montmartre echt hungrig geworden sind, gehen wir rein und bestellen uns eine Kleinigkeit zu essen. Es gibt sogar Crême brulée!

Cafe des deux moulins paris

Frisch gestärkt geht unsere Montmartre Wanderung weiter. An dem Wochenende, an dem wir in Paris sind, findet zufällig das Fest zur Weinlese statt. Mitten in Paris, auf dem Montmartre, stehen nämlich tatsächlich ein paar Weinstöcke. Jedes Jahr werden nur ein paar hundert Flaschen Montmartre-Wein produziert. Und das wird beim „Vendanges de Montmartre“ ordentlich gefeiert.

Weinberg Montmartre

An einem kleinen Stand kosten Elke und ich diesen seltenen und entsprechend teuren Wein. Ehrlich gesagt, schmeckt er mir ein wenig zu herb, aber eine ganze Flasche hätte ich mir sowieso nicht leisten können.

Auf dem Weinfest gibt es noch viele, andere Leckereien, wie Wurst, Käse, Nougat, Sekt, Crêpes, etc. Französische Delikatessen der verschiedenen Regionen, wohin das Auge blickt. Zu gern würde ich alles probieren, es sieht köstlich aus! Aber leider sind wir nicht die einzigen, die hier unterwegs sind. Die Besuchermasse verdichtet sich besonders zum Sacre Coeur hin bedenklich. Wir schwenken also um und suchen uns ein gemütliches Café unterhalb des Boulevard Clichy, im Pigalle Viertel.

Weinlese Montmartre

 

Nicole Biarnés ist eine deutschsprachige Reisebloggerin. Nachdem sie schon in Mexiko, Paris und Hamburg gelebt hat, ist sie nun seit 15 Jahren in Barcelona zuhause. Von dort aus berichtet sie über das Leben in der katalanischen Metropole und erzählt Geschichten und Erlebnisse von ihren Reisen durch die Welt.

 

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